Erlebnis bei der Kfz-Zulassung in Spanien

Wanderung Rio Majaceite - Verlauf
Rebranding, Redesign, Restart
11. Juli 2018
The final curtain – Das Ende ist nah
16. Juli 2019

An den Zugriffsstatistiken kann ich sehen, dass das Thema Kfz-Zulassung in Spanien offenbar sehr gefragt ist. Das ist der am meisten gelesene Beitrag auf dieser Website.

Immer wieder erhalte ich E-Mails mit Fragen und Bitten um Hilfestellung bei dem Thema. Darum möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen, dass ich kein ausgewiesener Experte bin, sondern in meinem Blogbeitrag „Kfz-Zulassung in Spanien“ von 2015 nur meine eigenen Erfahrungen wiedergegeben habe, wie das bei mir geklappt hat. Darum nochmals in hellgrün:

ACHTUNG: WICHTIG!

Ich bin Privatperson, kein Beratungsbüro

Der nachfolgende Text ist ein BLOGBEITRAG über meine PERSÖNLICHEN Erfahrungen, die ich mit Gleichgesinnten teilen will. KEIN OFFIZIELLES DOKUMENT, keine kommerzielle Anleitung, keine Werbung für ein Unternehmen.

Ich helfe gern, wenn Ihr Fragen zum Text habt, aber kann Euch keine Beratung anbieten. Schickt mir darum auch keine Steuer-Dokumente oder Fotos oder dergleichen zu. Im Großen und Ganzen habe ich schon ALLES WAS ICH WEISS hier in diesem Text niedergeschrieben. Wenn Ihr irgendwelche Sondersituationen habt, mit was auch immer, dann bin ich da leider auch überfragt.

Die Anhäufung und Art der Anfragen, die ich in letzter Zeit bekomme, ist irre. Das Interesse freut mich.

Verwechselt mich aber bitte nicht mit einer offiziellen Beratungsstelle.

Und vor allem: Ruft mich bitte nicht an und erzählt mir lang und breit Eure Probleme. Dafür hab ich echt keine Zeit! 😉

UND NOCH WAS: Wer mir schreibt und dabei nicht einmal die minimalsten Formen von Höflichkeit an den Tag legt, den ignoriere ich künftig. Wenn Du keine Antwort bekommst, überdenke vielleicht mal Deine Umgangsformen! 😉

Darum nehmt bitte davon Abstand, bei mir irgendwelche Beratungsleistungen in Sachen Steuern, Rechtliches oder Versicherungen zu erfragen. Dafür habe ich weder die Qualifikation noch die Kompetenz.

Aber dennoch freut es mich riesig, von Euch zu hören, wenn Ihr mit Hilfe meiner „Anleitung“ Euer Auto in Spanien anmelden konntet.

Vor kurzem erreichte mich jedenfalls folgende E-Mail von Leserin Susann, die noch etwas zu ergänzen hatte. Und da ich die Informationen sehr wertvoll und nützlich fand, musste ich sie mit Euch teilen. Susann war nach Rückfrage damit einverstanden. Lest selbst:

Hallo Sascha,

erst einmal ganz herzlichen Dank für diese tolle, aufschlussreiche Anleitung. Mit dieser Hilfe habe ich mich in das Abenteuer gewagt, mein in Deutschland gekauftes Auto selbst anzumelden.

Dies, nachdem mir genau das gleiche widerfahren ist, wie dir. Gestorías gaben keine oder nur wachsweiche Auskünfte, keine konkreten Antworten auf meine Fragen und verlangten dafür zwischen 175 und 350 Euro Honorar!

Kurz vor kompletter Verzweiflung fand ich deine Anleitung und habe es in Angriff genommen, allerdings in Alicante. Fast alles läuft hier genauso und auch die Gebühren sind identisch. Ist also auch ausserhalb Andalusiens sehr gut umzustzen.

Einen gravierenden Unterschied hatte ich allerdings.

Es ist tatsächlich so, dass Autos, die weniger als 120g CO2 im Mittel erzeugen, „exento“ also von der Matrikulationssteuer befreit sind. Epígrafe 1 ⇒ 0,0%! Hier muss man allerdings beim online ausfüllen des Modelo 576 bereits, wenn man das Formular aufruft, „negativo“ und nicht „a ingresar“ wählen. Danach füllt man das Formular aus wie von dir beschrieben. Wenn man das Auto in Deutschland gekauft hat, ist als Wert der Kaufbetrag auf der Rechnung einzutragen, man muss sich nicht durch das BOE wühlen.

Nach Abschicken des ausgefüllten Formulares erhält man nun einen „Aviso de visado„. Das bedeutet, dass die online erstellte Erklärung nicht einfach so akzeptiert wird, sondern man vorstellig werden und die Papiere vorlegen muss.

Leider steht nirgendwo genau, wo man das tun muss. Ich bin hiernach zur nächstgelegenen Hacienda gegangen, wo man mir sagte, das muss man in Alicante direkt bei der Provinzverwaltung (Dependencia de Recaudación) vorlegen. Sie waren aber so freundlich und boten an, die Dokumente für mich zu scannen und dorthin zu leiten. Ich müsste dann nach 4 Tagen wiederkommen und könnte mir den endgültigen Bescheid abholen.

Da mir die Zeit davonlief, recherchierte ich im Internet, fand tatsächlich eine Telefonnummer der Behörde in Alicante und rief dort an. Nach dreimal weiterverbunden worden zu sein, hatte ich den richtigen Ansprechpartner an der Strippe, der sich die Papiere ansah, bestätigte, dass alles OK sei, und mir einen CSV-Code gab, mit dem ich das Dokument direkt aus dem Internet herunterladen konnte.

Damit und allen anderen Papieren ging ich dann zum Tráfico, und nach 20 Minuten hatte ich ein spanisches Nummerschild.

Insgesamt hat mich das ganze fast 2 Wochen Zeit gekostet, aber am Ende nur 96,13 Euro ITV und 97 Euro Tráfico, plus 36 Euro für die Nummernschilder und natürlich ungefähr eine Tankfüllung für die ganze Fahrerei zu den verschiedenen Stellen.

Herzliche Grüße von der Costa Blanca
Susann

 

Ich finde, das sind doch wertvolle Zusatzinfos für alle, deren Auto tatsächlich ein „Saubermann“ ist und weniger als die oben genannten 120 Gramm CO2 pro 100 Kilometer ausstößt.

Vielen Dank an Susann für das Teilen Deiner Erfahrungen! 🙂

Anmerkung: Das Titelbild hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Thema zu tun. Aber ich dachte, ich poste mal ein schönes Foto, wie ich im Ford Mustang Cabrio eines Bekannten posiere (der Mustang ist also leider nicht mein eigener :-()

 

2 Comments

  1. E. Baumberger sagt:

    Hallo Sascha. Werde dieses Jahr nach Spanien ziehen von der Schweiz. Ist die Umschreibung ähnlich? Besitze Pontiac Trans Am Cabi. Jahrgang 2000 5,7l Motor und Toyoto Avensis. 2010. Eingelöst einzeln. N.I.E habe ich und Wohnung in Spanien und Bank. Gruss Aschi

    • Sascha sagt:

      Hallo Aschi,

      habe Deinen Beitrag eben erst bemerkt, weil er im Spamfilter gelandet war. Tut mir leid.

      Wie das mit der Schweiz ist, kann ich nicht sagen. Das „Certificate of Conformity“ wirst Du dort von Deinem Händler wohl nicht mitbekommen haben. Für Autos vor Baujahr 2002 gibt es das ohnehin nicht. Da wirst Du den Trans Am per Einzelabnahme hier über die ITV bringen müssen, um die „ficha técnica“ erstellen zu lassen. Also mit Vermessung und allem drum und dran. Beim Toyota würde ich mal beim Händler oder dem Schweizer Importeur nachfragen, ob diese das COC erstellen und Dir schicken können. Ab dann sollte alles so gehen wie beschrieben.

      Grüße Sascha

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag